St. Gallen und Umgebung wird von Speedskatern überrollt Extremsportlerin aus Hawaii stand am Start der 114 km langen Strecke
Der one-eleven gehört zu den superlativen Sportarten im Speedskatingbereich. Start bereits um 7 Uhr in der Früh, 114 Kilometer mit teils heftigen Steigungen gilt es zu bezwingen, 23 Gemeinden werden überrollt und 1000 Helferinnen und Helfer waren an diesem heissen Sommertag im Einsatz. Mit Malia Kilpinen stand gar eine Extremsportlerin aus Hawaii am Start, die eigens ihren Englandaufenthalt für die Reise an diesen Grossanlass unterbrochen hat. Bestimmt war sie ob der traumhaften Landschaft beeindruckt. Davon hat Nicolas Iten aus Oberarth weniger mitbekommen. Konzentriert gab er alles und belegte am Schluss als bester Schweizer den ausgezeichneten 2. Rang bei den Elite Herren.
Der Name „one-eleven“ stammt von der ursprünglichen Strecke von 111 Kilometer. Dies scheint schon mächtig viel zu sein, doch in diesem Jahr kamen noch deren dreitausend Meter hinzu. Trotz sommerlich heissen Temperaturen liessen es sich die 1000 Skaterinnen und Skater nicht nehmen, bereits in den frühen Morgenstunden loszudüsen. Ein Traum einer Landschaft präsentierten die insgesamt 23 durchrollten Gemeinden. So lange zumindest, bis es ab den letzten 20 Kilometern meist nur noch aufwärts dem Ziel entgegen ging. Ab diesem Streckenabschnitt fielen auch die meisten Entscheidungen. Nicht zu beeindrucken ob dieser Herausforderung liess sich Nicolas Iten. Sein Tempo durchziehend kam er mit einem komfortablen Vorspruch auf die Verfolger bereits als Zweiter bei den Elite Herren ins Ziel. Mit einer Zeit von 3 Std. 13 Min. 53 Sek. ist der Sportstudent aus Oberarth zufrieden. Mit seinem 9. Rang war auch Christoph Luginbühl aus Güttingen glücklich. Angespornt durch die vielen Fans entlang der Strecke wurde er förmlich durch die Umgebung von St. Gallen getragen. Auf demselben Schlussrang landete Karin Widmer aus Stans bei den Elite Damen. Als beste Schweizerin verlor sie nur gerade zwei Sekunden auf die vierplatzierte Konkurrentin. Eine tolle Leistung zeigte auch Rina von Burg aus Selzach. Die Schweizer Kaderläuferin gewann bei den Juniorinnen den „Final Twenty“, der altersgerecht „nur“ über die letzten 20 Kilometer ausgetragen wurde. Die ganze Strecke von 114 Kilometern hingegen legte u.a. auch Malia Kilpinen aus Hawaii zurück. Sie hat von diesem Anlass einen Bericht gelesen und als Extremsportlerin wollte sie sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Hierzu hat sie sogar ihren Englandaufenthalt unterbrochen. Ihr deutschstämmiger Lebenspartner war stolz und glücklich, dass sie diesen zum 12. Mal ausgetragenen „one-eleven“ bezwungen hat.
Siehe auch www.swiss-inline-cup.ch
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